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Unser Erhebungsinstrument zur Lernumwelt Promotionsphase in der neuen Zeitschrift für empirische Hochschulforschung (ZeHf)

Lernumwelt Promotionsphase und wie sie erfasst werden kann - dies erfährt man in unserem Beitrag in der ersten Ausgabe der neuen interdisziplinären Fachzeitschrift „ ZeHf - Zeitschrift für empirische Hochschulforschung“. In dem Beitrag stellen unsere Teammitglieder Susanne de Vogel, Gesche Brandt und Steffen Jaksztat das in unserer Studie verwendete „Instrument zur Erfassung der Lernumwelt Promotionsphase“ vor.

Hier geht es zur Publikation.

Im Fokus des Beitrags stehen vor allem die theoretische Basis des Modells sowie die Entwicklungsschritte im Rahmen der ersten Befragung unseres Promoviertenpanels. Die der finalen Version vorausgegangenen Entwicklungsschritte mit Pretest und erster Pilotstudie können Sie in unserem bereits erschienenen Werkstattbericht hier nachlesen.

Ein solches Messinstrument ist beispielweise dafür geeignet, Faktoren zu identifizieren, die gelingenden Lern- und Entwicklungsprozessen während der Promotionsphase zugrunde liegen. Damit lassen sich neue Fragen in der Hochschulforschung erschließen, wie etwa danach, welchen Einfluss die Ausgestaltung der Lernumwelt auf Lernfortschritte und Kompetenzzuwächse hat oder welche Vorhersagekraft die Lernbedingungen für den erfolgreichen Abschluss einer Promotion und für den beruflichen Verbleib Promovierter haben. Hieraus ließen sich langfristig Maßnahmen zur gezielten Verbesserung der Lern- und Entwicklungsbedingungen für Promovierende in Deutschland ableiten.

Das finale Instrument besteht aus 33 Einzelangaben (Items), die insgesamt elf verschiedene Bereiche der Promotionsphase aus den Kategorien Strukturiertheit, Unterstützung und Anforderung abbilden. Nach Testung des Messmodells mit verschiedenen statistischen Analysen, kann dem Modell eine hohe Anpassungsgüte sowie Anwendbarkeit in unterschiedlichen formalen und fachlichen Promotionskontexten bestätigt werden. Zuvor haben die Ergebnisse der Entwicklungsstudie bereits gezeigt, dass das Instrument nicht nur für Promovierten- sondern auch für Promovierendenbefragungen geeignet ist.

Um die Anwendbarkeit des Instruments auch außerhalb unseres Projektkontextes zu überprüfen, kooperieren wir mit dem Nationalen Bildungspanel (NEPS), das die Lernumwelten aller vorhergehenden Bildungsetappen – von der frühen Kindheit bis zur Hochschulausbildung ¬- untersucht. Da unsere Instrumentenentwicklung eng an den theoretischen und empirischen Vorarbeiten im NEPS orientiert war, besteht eine konzeptionelle und thematische Nähe beider Panelstudien. Das NEPS hat unser Erhebungsinstrument mittlerweile in die eigene Untersuchungsreihe integriert und für eine Promovierendenbefragung verwendet (vgl. Meldung zu Vortrag NEPS in Tübingen).

Wenn Sie mehr über unser Erhebungsinstrument, die Vorgehensweise und Erkenntnisse erfahren möchten, gelangen sie hier zur Webseite der Zeitschrift.